Für Deggendorf: Stadtratswahl 2008

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Einige Anmerkungen zu „Mathematik und Wahlgerechtigkeit“ in der Deggendorfer Zeitung vom 26.04.2008

27 April, 2008 · Kommentar schreiben

Der Autor war am Abend in Mietraching nicht dabei. Auf seine Bitte hin habe ich ihm meine Folien vom Vortrag zur Verfügung gestellt. Folgende Ergänzungen scheinen mir notwendig:

Der Bundestag hat nicht wegen nicht vorhandener Verzerrungen bei Sainte-Lague/Schepers 2008 das Wahlgesetz entsprechend geändert. Das mit Verzerrungen behaftete d’Hondtsche Verfahren hat er bereits 1985 zu Gunsten des unverzerrten Hare-Niemeyer-Verfahrens geändert gehabt. Der Schritt zu Sainte-Lague/Schepers ist nun einer, der vom Hare-Niemeyer-Verfahren wegführt. Offensichtlich wegen der darin enthaltenen Paradoxien (die ich am Donnerstag aufgezeigt habe) und wegen der mathematischen Umsetzung von verfassungsrechtlichen Vorgaben des bestmöglichen Wählereinflusses, die eindeutig zu Gunsten von Sainte-Lague/Schepers führt. Hingegen optimiert Hare-Niemeyer nicht den bestmöglichen Wählereinfluss, sondern die bestmögliche Anspruchrealisierung der Parteien. Dies ist aber so nicht von der Verfassung vorgegeben.

Die eingefügte Information, dass ich CSU-Kandidat bei der letzten Stadtratswahl war, ist zwar korrekt, könnte aber in dem Kontext doch zu voreiligen und falschen Schlüssen führen. Ziel dieses Vortrags war es ausgehend von Verfassungsvorgaben die mathematischen Verfahren und Gütekriterien für das Problem gerechter Sitzzuteilungen bei der Wahl und dann nachfolgend bei Ausschussgrößen (mathematisch kein Unterschied!) darzustellen und auf notwendige Konsequenzen hinzuweisen. Insbesondere war das auch ein Beitrag zum Jahr der Mathematik über deren Bedeutung in der Gesellschaft. Eventuelle parteitaktische Überlegungen blieben daher außen vor. Ich habe illustrierend die Zusammensetzungen eines Stadtratssenat von 6-16 Sitzen für alle 3 Verfahren berechnet und erläutert. Meine Aussage im Vortrag war, dass (legitime!) parteitaktische Überlegungen nicht über die Auswahl eines mathematischen Verfahrens geschehen dürften, sondern lediglich über die Größe eines Senats

Meine Empfehlung an den neuen Deggendorfer Stadtrat ist es bereits jetzt das den Verfassungsauftrag am besten widerspiegelnde Verfahren in die Geschäftsordnung aufzunehmen. Um aber den Übergang zu erleichtern, könnte man bei der Festlegung der Sitzanzahlen solche wählen, bei denen (was sehr oft der Fall ist) die Ergebnisse von Hare-Niemeyer und Sainte-Lague/Schepers übereinstimmen. Die Sitzanzahlen 11 und 12, die im Artikel als Beispiele genannt worden waren, sind genau die einzigen in dem angegebenen Intervall, die dazu nicht geeignet sind.

Eine weiteres Problemfeld tut sich mit der Rechtssprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs auf. Wie ich im Vortrag dargelegt habe, hat dieser bislang die mathematischen Gütemaße, abgeleitet von der Gleichheit der Wählerstimmen, nicht bis in die letzten Konsequenzen durchdrungen. Das führt zur absurden Problematik,    dass er derzeit all die Sitzzuteilungen bei Senaten, die vom sogenannten idealrahmen abweichen (was Sainte-Lague/Schepers bisweilen tut, aber ohne zu verzerren!), nämlich mehr oder weniger als die nach Auf- oder Abrundung berechneten Anteil an Sitzen zu vergeben, kritisiert. Gleichzeitig wird aber die wirklich verzerrende Methode von d’Hondt der Sitzzuteilung in den kommunalen Gremien akzeptiert, so dass u.U. schon die Basis für diese Berechnungen inkorrekt ist.

Auf die weitere von mir angesprochene Problematik, warum man überhaupt von den Sitzstärken des Stadtrats bei der Berechnung der Senatszusammensetzung ausgeht (in der Gemeindeordnung so vorgeschrieben) und nicht direkt von den ursprünglichen Wählerstimmen, konnte keiner der anwesenden Juristen eine Antwort geben.

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Analyse I

4 März, 2008 · 2 Kommentare

Nachdem die Stadt Deggendorf es bis jetzt nicht geschafft hat, eine Liste mit den Kandidaten und ihren erzielten Ergebnissen ins Internet zu stellen (das muss man sich durch endloses Einzelklicken zusammenbasteln) als Service von mir die CSU-Kandidaten und -Kandidatinnen in der Reihenfolge ihrer Wahlergebnisse.

In der zweiten Spalte die erzielte Verbesserung oder Verschlechterung des von der Partei vorgegebenen Listenplatzes. Auffallend: Um 13 Plätze nach unten geschickt wurde Stadtrat und CSU-Ortsvorsitzender Hahn, um 10 Plätze Stadtrat Dr. Karmann, beide damit nicht mehr Stadtrat. Um 11 Plätze nach hinten wurde Fraktionsvorsitzender Zacher von den Wählern geschckt, nur dank seines guten Ausgangsplatzes – Nummer 4 – ist Zacher überhaupt noch im Stadtrat.

Den umgekehrten Trend haben die Handwerksmeister Schraufstetter -8, Peter Weinbeck (den hatte das Wahlkampfteam im CSU-Prospekt mit dem Namen seines Vaters Walter versehen!) – 15, Manfred Eiberweiser -16, Thomas Hartmann -10 zu verzeichnen. Damit ist das Handwerk und der Mittelstand wieder überproportional in der CSU-Fraktion vertreten. Hingegen ist für andere Bereiche seitens einer adäquaten Platzierung offensichtlich bei der CSU oder bei den tonangebenden dort zu wenig Bereitschaft vorhanden. Betroffen hiervon bin z.B. ich selbst. Ich habe mich um 5 Plätze verbessert, der Ausgangspunkt von Platz 30 war aber der Bedeutung der FH für die Stadt Deggendorf mit Sicherheit nicht angemessen. Ähnliches gilt für den CSU-Kreisvorsitzenden Antretter, der ein sehr gutes Ergebnis erzielt hat, aber für den der Ausgangspunkt 21 zu schlecht war. Anfang der 10er wäre angemessen gewesen, während mir vermutlich dieser Platz 21 schon gereicht hätte um sicher in den Stadtrat einzuziehen.

Dem Aufstellungsprozess der Hauptverantwortlichen (Stadtverbandsvorsitzende Eder und Fraktionsvorsitzender Zacher) kann durch das Wahlergebnis des dramatisch schlechten Abschneidens der CSU im Nachhinein nicht gerade Visionskraft nachgesagt werden.

In der dritten Spalte stehen die erzielten Stimmen der einzelnen Kandidaten. Als letzter wurde Thomas Hartmann mit 3918 Stimmen gewählt. Rudolf Mages hat diese Zahl nur um 33 Stimmen verfehlt (11 Wähler) und Dr. Karmann um 53 Stimmen (18 Wähler).

Von R. Hahn (erzielter Platz 20 mit 3653 Stimmen) bis Prof. Grabmeier (erzielter Platz 25 mit 3485 Stimmen) tummeln sich 6 Kandidaten (Dr. Deiml, Fink, Kagel, Tauscher) auf sehr engem Feld innerhalb einer Spanne von lediglich 168 Stimmen (56 Wähler). Mir fehlen 423 Stimmen (143 Wähler) zum Einzug in den Stadtrat.

Am interessantesten aber finde ich die vierte Spalte. Da habe ich ausgerechnet, wieviel Anteil eines Stadtratsmandats jeder der Bewerber mit den auf ihn entfallenen Stimmen erreicht hat. So hat der Spitzenreiter 2. Bürgermeister Volkmer 84 % eines Stadtratsmandats erzielt. Er brauchte die beispielsweise von Platz 40 Siegfried Wittenbauer erzielten 18 % um sein Mandat zu bekommen. Entsprechend kann man sich vorstellen, dass Christian Moser (80 %) mit den Stimmen von Platz Platz 39 Jürgen Stenglein (21 %) zu seinem Mandat kommt. Thomas Harmann als letzter gewählter Mandatsträger hat selbst 43 % eines Mandats erzielt, er brauchte also sogar zwei weitere Kandidaten um für ihn die 100 % vollzumachen. Meine 38 % könnte man beispielsweise mit den 64 % von Günther Pammer zu dessen Mandat verrechnen.

Natürlich sind das nur Gedankenspiele und jeder Gewählte ist ausschließlich seinem eigenen Gewissen verantwortlich. Dennoch wäre es schön, wenn künftig eine Lehre aus dem Ergebnis gezogen wird – und das wurde mir in vielen Kontakten immer wieder im Wahlkampf gesagt: Die CSU-Fraktion erscheint den Bürgern als monolitischer Block geführt von einem engen Führungszirkel (um das Gehörte mal positiv auszudrücken). Das Wahlergebnis sollte hier mehr Offenheit, Diskussion und breite Meinungsbildung und Entscheidungsbildung auslösen: Über die Partei (hier wären wesentlich mehr inhaltliche Diskussion gefragt, der Stadtverband hat in den letzten Jahren diese seine Aufgabe nicht erfüllt), aber auch mit denen, die teilweise mit großem Einsatz dazu beigetragen haben, dass 17 gewählte CSU-Stadträten ihr Ziel erreicht haben. Auch gegenüber der Mitwirkung und des Einflusses der Bürger muss über neue Wege nachgedacht werden. Das dramatisch schlechte Wahlergebnis erfordert das dringend.

Volkmer 0 7718 0,84
Moser -1 7384 0,8
Tuchen 1 7028 0,77
Schraufstetter -8 6903 0,75
Wellner -1 6089 0,66
Pammer 1 5904 0,64
I. Bauer -3 5085 0,55
Heigl 0 4898 0,53
Linsmaier -9 4699 0,51
Weinbeck -15 4456 0,49
Dr. Renker 0 4394 0,48
Löhnert -1 4301 0,47
Eiberweiser -16 4087 0,45
Stern -10 4080 0,44
Zacher 11 4062 0,44
Wohlhüter 0 3923 0,43
Hartmann -10 3918 0,43
Mages 4 3885 0,42
Dr. Karmann 10 3865 0,42
Hahn 13 3653 0,4
Dr. Deiml 1 3628 0,4
Fink 7 3623 0,39
Kagel 6 3617 0,39
Tauscher -2 3490 0,38
Prof. Dr. Grabmeier -5 3485 0,38
Antretter 5 3348 0,36
Haberl 8 3205 0,35
Schiller -5 2930 0,32
Karl -5 2861 0,31
Reinheimer -7 2833 0,31
Eder 9 2815 0,31
Götzer 4 2539 0,28
Harant 2 2520 0,27
Heidel -6 2355 0,26
Kremser 3 2325 0,25
W. Bauer 13 2299 0,25
Schwankl 2 2199 0,24
Baumann 0 1995 0,22
Stenglein 3 1897 0,21
Wittenbauer 1 1649 0,18

I

Kategorien: CSU

Dank an Wählerinnen und Wähler!

3 März, 2008 · Kommentar schreiben

Herzlichen Dank an alle Wählerinnen und Wähler!

Am Morgen nach der Wahl – etwas übermüdet, nachdem die Stadt Deggendorf bis um 05:15 gebraucht hat die Ergebnisse, die gegen 23 Uhr fast vollständig vorlagen, in den Computer einzugeben und aufzuaddieren – Stadt Landshut und Straubing hatten um 03:00 schon lange das komplette Ergebnis im Internet mit den Einzelgesamtstimmen aller Kandidaten (-> Verbesserungspotenzial!) – ist es mein erster Gedanke, allen Wählerinnen und Wähleren zu danken, dass sie mir einen deutliche Platzgewinn von 30 auf 25 ermöglicht haben.

Dennoch ist das Ergebnis alles andere als befriedigend, insbesondere wenn man weitere die Wahl und die weiteren Begleitumstände analysiert. Dies kann erst dann in Ruhe erfolgen, wenn alle Ergebnis übersichtsartig zusammengestellt sind.

Kategorien: CSU

Wahltag

2 März, 2008 · Kommentar schreiben

Heute ist der Tag der Kommunalwahl in Bayern. Hoffentlich üben viele Bürgerinnen und Bürger trotz des schlechten Wetters ihr Wahlrecht aus. Für 6 Jahre werden die Stadträte und die Kreisräte gewählt. Ich wünsche allen Wählern eine gute Auswahl. Besonders würde ich mich freuen, wenn Sie mich bei der Stadtratswahl unterstützen würden.

Das geht bestmöglich durch ein Kreuz bei der Liste 1 CSU und ZUSÄTZLICH einer 3 vor meinem Namen, Platz 130. Herzlichen Dank!

Kategorien: CSU

Noch 5 Tage bis zur Wahl

25 Februar, 2008 · Kommentar schreiben

Wir nähern uns dem Endspurt. In 5 Tagen ist die Kommunalwahl. Wegen der großen Wahlzettel haben sich viele Bürger und Bürgerinnen schon Briefwahlunterlagen nach Hause bestellt. Dort kann man in Ruhe die 8 Listen mit den knapp 300 Kandidaten und Kandidatinnen durcharbeiten. Die meisten haben sich schon ihre Grundentscheidung getroffen, ob sie nun i.w. eine Liste ankreuzen und dann ein paar Kandidaten besonders mit 3 Stimmen unterstützen oder ob Sie rein auf Persönlichkeitswahl ihre maximal 13 mal 3 plus 1 Stimme ( = 40) quer über alle Listen verteilen. Am Sonntag wenn die Wahllokale geschlossen sind bzw. wenn in der Nacht die Ergebnisse feststehen werden viele erleichtert sein: die Wahlkämpfer – zumindest die aktiven – weil einige doch harte Wochen vorbei sind, die Bürgerinnen und Bürger, weil die Briefkästen wieder nur mit normaler Post und normaler Werbung gefüllt sind. Die gewählten 40 Stadträten – aus offensichtlichen Gründen. Die 260 nicht Gewählten – aus Enttäuschung, wobei sich sicher nicht alle eine reelle Chance ausgerechnet hatten. Ich hoffe die Deggendorfer wählen einen Stadtrat, der ihre wirklichen Interessen voranbringt und ich hoffe sie wählen von den Parteien, diejenigen aus, die vor allem das Gemeinwohl und nicht ihre eigenen Interessen im Vordergrund haben.

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Gedanken zu „Donau-Anzeiger: Geteilte Meinungen vor den Wahlen“

18 Februar, 2008 · Kommentar schreiben

Am Samstag brachte der Donau-Anzeiger einen interessanten Artikel, der zum Nachdenken anregt, da er doch das Dilemma mit der Wahl und der Demokratie sehr gut beleuchtet. Die dort aufgezeigte Problematik kann ich nur durch meine eigenen Erfahrungen im „Wahlkampf“ bestätigen:

Keine „Hanswursten an die Macht“

Ledigitlich zwei von zwanzig Bürgern in Deggendorf verbinden gemäß DA Hoffnung mit der neuen Wahl. Einer spricht von „Hanswursten an der Macht“ und geht nicht zum Wählen. Unabhängig von diesem Pauschalurteil, wogegen man nichts machen kann, weil man nicht weiß, was ihn bewegt und warum er zu dieser Auffassung kommt, die Schlussfolgerung dieses Bürgers ist hochgradig unlogisch: Wenn er nicht zur Wahl geht, dann werden vielleicht die Kandidaten, die er als „Hanswursten“ bezeichnet, gestärkt. Der richtige Weg wäre m.E., dass ein Bürger genau die Kandidaten herauspickt, von denen er denkt, dass sie sich konsequent für das Gemeinwohl in seinem Sinne einsetzen. Davon gibt es mit Sicherheit in vielen Listen geeignete Kandidaten und Kandidatinnen.

Kompetente Wahl ist auch eine Herausforderung für den Wähler!

Da muss man sich aber im Detail mit den einzelnen Kandidaten auseinandersetzen. Auffallend für mich ist, dass sich nur wenige Bürger für die Punkte interessieren, für die ich mich besonders einsetzen will. Viele andere Kandidaten haben im Gegensatz zu mir noch nicht einmal ihre Ziele auf ihrem Werbematerial formuliert. Weil es offensichtlich niemanden interessiert, spart man sich das. Es ist dann Bürgern, dass von den Kandidaten abzuverlangen. Dann kann sich auch was ändern, wenn man gezielt solche Kandidaten wählt! Sich vorher nicht dafür zu interessieren und hernach zu sagen, die machen sowieso was sie wollen, das passt nicht zusammen!
Themen der Kommunalpolitik unbekannt – mehr Bürgermitwirkung

Das nächste Problem: Rauchverbot – Hier geht alles durcheinander. Die Kommunalwahl hat nun absolut nichts mit dem vom Landtag mit den Stimmen ALLER Parteien (bis auf ganz wenige Gegenstimmen), also CSU, SPD und Grüne beschlossenen Rauchverbots zu tun. Da wird auch nicht – wie jemand meint – „über die Köpfe der Wähler hinweg“ entschieden. Das wird es immer, wenn der von den Wählern bestimmte Landtag irgendetwas beschließt. Das gerade ist die Idee der repräsentativen Demokratie. Dennoch: Wenn das aber ein indirektes Plädoyer für mehr Volksabstimmungen sein soll, dann würde ich das nur unterstützen. Das würde der Politikverdrossenheit gehörig entgegenwirken, wenn man selbst immer mal wieder mitreden und mitabstimmen könnte. Wir hätten dann natürlich einen Dauerwahlkampf – das würde ich aber in Kauf nehmen. Das müsste uns eine lebendige Demokratie schon wert sein.

Maßnahmen für die FH

Dem Studenten der FH, der zuwenig Parkplätze bemängelt, kann geholfen werden: Zum Erweiterungsbau der FH und zur Landesgartenschau will die Stadt neue Parkplätze bauen. Ich hoffe aber nur, dass dieser Student bis dahin sein Studium schon abgeschlossen haben wird. Die andere Anregung im Stadtpark im Winter dafür zu sorgen, dass dort keine „Schlammschlachten“ beim Begehen der Wege stattfinden müssen, dafür werde ich mich sofort einsetzen. Eines ist in diesem Zusammenhang noch vergessen worden: Hätte man einen funktionierenden und dem Bedarf angepassten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an die FH, dann bräuchte man vielleicht gar nicht soviele Parkplätze. Wie Sie wissen, ist das eine weiteres für mich wichtiges Themenfeld.

Medien und Politikverdrossenheit

Was kann man also noch tun, um der Politikverdrossenheit zu begegnen? Hier könnten auch die Medien noch mehr tun! Natürlich ist es eine Herausforderung an die Leser, wenn Details und fachliche Zusammenhänge in der Zeitung dargestellt werden. Das wäre aber vielleicht auch ein gute Schritt, denn, wann wird schon dem Leser genau erklärt, was nun die konkreten Aufgaben eines Stadtrats sind? Der Artikel des Donau-Anzeigers zeigt immerhin schon mal die Probleme auf. Dieser Vorschlag auch über Details genauer zu berichten wäre dann der nächste Schritt.

Noch ein Beispiel: Wenn die Fraktionen im stillen Kämmerlein ihre Positionen vorab entwickeln, dann gibt es keine interessanten parteiübergreifenden Diskussionen im Stadtrat. Das trägt dann zum Eindruck der Bürger bei, dass man sowieso bei nichts machen kann. Würde es hingegen offene Diskussionen im Stadtrat geben, dann würde manches Medium schreiben, Fraktion XY zerstitten, uneins, etc. – das wollen die Parteien aber nicht. Vielleicht könnte man zu Beginn der neuen Stadtratsperiode ein gemeinsames Treffen der neu gewählten Stadträte und der Medien organisieren, wo solche Themen einmal diskutiert werden würden.

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CSU-Kandidaten informieren sich über die Arbeit der Lebenshilfe e.V. in Deggendorf

10 Februar, 2008 · Kommentar schreiben

Gemeinsam mit Oliver Antretter, CSA-Kreisvorsitzender und ebenso CSU-Kandidat für den Stadtrat haben wir die Idee entwickelt die Lebenshilfe, die ein Wohnheim im Himmelreich und die Deggendorf Werkstätten Richtung Metten betreibt zu besuchen und uns aus erster Hand informieren zu lassen. Hier der Bericht von Oliver Antretter über die äußerst gute Informationsveranstaltung mit dem Leiter der Einrichtung Hans Ebner:

Behinderte Menschen – menschliches Glied in unserer Gesellschaft

CSU informiert sich über Wohnheim der Lebenshilfe

Unter dem Thema „Arbeitgeber in unserem Stadtviertel“, organisierte der Kreisvorsitzende der Arbeitnehmerunion Oliver Antretter (dritter von links) den Besuch des Wohnheim der Lebenshilfe e.V. in der Falkensteinstraße in Deggendorf für CSU-Stadträte und CSU-Stadtratskandidaten.

 

Hans Ebner (erster von links), Leiter des Wohnheims, referierte über die Erfolgsgeschichte der 1971 gegründeten Lebenshilfe Deggendorf e.V. mit insgesamt 8 Einrichtungen und fünf Wohnheimen im Landkreis Deggendorf. So sorgen rund 1.300 Beschäftigte für einen Jahresumsatz von 35 Mio €, die vor allem in den Deggendorfer Werkstätten in der Produktion erwirtschaftet werden.

Im Heim in der Falkensteinstr. sind derzeit 54 behinderte Menschen untergebracht, von denen nahezu alle einer Tätigkeit meist in den Deggendorfer Werkstätten nachgehen. Ebenso bewohnen die ersten Rentner das Heim. Bisher waren behinderte Menschen im Rentenalter kaum ein Thema, da in der NS-Zeit viele ermordet worden sind. Die Lebenshilfe steht deshalb vor einen weitern Aufgabenbereich. Bei dem Heim handelt es sich nicht, wie oft angenommen wird, um ein Pflegeheim sondern um ein Eingliederungshaus, betonte Hans Ebner.

Anwesende waren sich darüber einig, dass behinderte Menschen mit Gefühlsleben und sexuellen Bedürfnissen wie jedermann auf keinen Fall von unserer leistungsorientierten Gesellschaft ausgeschlossen werden dürfen.

Großen Respekt zollten die Besucher dem ca. 30-köpfigen Pflegepersonal des Wohnheims. Ob die bis zu 5 Jahre dauernde Ausbildung, oder eine teilweise körperliche harte Arbeit – der Pflegedienst bedarf einer echten Berufung. Neben dem Beauftragten für behinderte Menschen der Stadt Deggendorf, Werner Siller, konnte Oliver Antretter den zweiten Bürgermeister Peter Volkmer, Stadträtin und Bevollmächtigte von Donum Vitae Ilse Bauer, JU-Bezirksvorsitzender Christian Moser, JU-Ortsvorsitzender Paul Linsmeier, Prof. Johannes Grabmeier, Cornelia Wohlhüter, Siegfried Wittenbauer, Maria Karl begrüßen.

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CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer: Sozialpolitik ist es auch sich für den ÖPNV einzusetzen

31 Januar, 2008 · Kommentar schreiben

Genau 100 Tage im Amt und die neue Generalsekretärin der CSU ist in Deggendorf. Erfrischend einmal nicht den üblichen Typ „Generalsekretär“ anzutreffen. Mit klarer Analyse der politischen Lage in Deutschland und insbesondere in Bayern bestach die Rechtsanwältin aus Ingolstadt. Besonders beeindruckend Ihre Analyse,  was eigentlich Sozialpolitik ist. Das ist nicht möglichst viele Leute zu Empfängern von staatlichen Sozialleistungen zu machen, sondern für diese Arbeitsplätze zu schaffen.

Besonders hat mir ihre Aussage gefallen, dass es auch Sozialpolitik sich für den ÖPNV einzusetzen, damit alle Menschen, auch diejenigen, die sich kein oder kein zweites Auto leisten können, an der in unser Gesellschaft notwendigen Mobilität teilhaben zu können. Genauso argumentiere ich auch. Sollte es in der für den ÖPNV in unserer Region hauptverantwortlichen Landkreisspitze hier noch Zweifel gegeben haben, sind diese nun sicher ausgeräumt worden. Ein wie ich meine notwendiger neuer Nahverkehrsplan, der als mittelfristiges Ziel für den Landkreis (und darüber hinaus) einen umfassenden Informations-, Verkehrs- und Tarifverbund festschreibt und integrierten Taktverkehr anstrebt, ist mehr als die derzeitige gemeinsame Fahrpreisgestaltung der im VLD (Verkehrsgemeinschaft Landkreis Deggendorf) zusammengeschlossenen Busunternehmer.

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Stadtbuslinie 8 Industriestraße weiter nach Niederkandlbach?

26 Januar, 2008 · 2 Kommentare

Hauptthema B11 neu

Gestern fand eine Versammlung der CSU-Stadtratskandidateinnen und -kandidaten für die Bürgerinnen und Bürger von Nieder- und Oberkandlbach statt. Das für diesen nördlichen Bereich wichtige Thema „Neubau der B11″ wurde intensiv diskutiert. Sachlich wurden die einzelen Aktivitäten und Alternativen des Staatl. Bauamtes in Passau präsentiert. Das stieß auf großes Interesse der Kandlbacher.

Stadtbus nach Niederkandlbach?

Ein anderes Thema möchte ich hier noch ergänzen. Im Rahmen meiner Gespräche am Rande der Versammlung mit Bürgeinnen und Bürger wurde auch das Thema Stadtbus nach Niederkandlbach diskutiert. Aus meiner Sicht bietet es sich an, hier die derzeit wegen des Wegfalls des Markkaufs wesentlich weniger frequentierte Linie 8 Industriestraße zu prüfen, ob sie nicht ohne großen Extraaufwand bis Niederkandlbach weitergeführt werden könnte. Generell scheint es mir sinnvoll auf Grund meiner Beschäftigung mit dem ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) das Deggendorfer Liniennetz einer Neuüberprüfung zu unterziehen. Über die ÖPNV-Charta und meine Stadtbus-Tour habe ich ja hier schon mehrfach berichtet. Im neu fortzuschreibenden Verkehrsplan soll es ja auch insbesondere um ÖPNV gehen.

Kategorien: CSU

Zwei Beiträge von Donau-TV zum ÖPNV nun hier zum Anschauen

22 Januar, 2008 · Kommentar schreiben

Donau-TV hat am 04.01. über die Stadtbustour mit Alt-OB Dieter Görlitz und am 11.01. über die Übergabe der ÖPNV-Charta berichtet. Beide Beiträge können nun direkt hier  im Blog angeschaut werden. Ein entsprechende Erlaubnis habe ich gestern vom Sender bekommen.

Hier also der Bericht zur Übergabe der ÖPNV-Charta -

und hier der Bericht zur Stadtbustour:

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