Sympathie und Verbesserungsvorschäge für die Stadtbusse
Ein Statement von mir im Bus als kurzer Film – Videolink

Impressionen von der Stadtbustour als Fotostrecke. Dank auch an Herrn Rainer Schnelle von der Fa. Artmeier, der einige Fotos beigesteuert hat.
Von halb neun Uhr morgens bis zum Nachmittag war ich heute auf allen Stadtbuslinien unterwegs. Bei einigen Fahrten war Alt-Oberbürgermeister Dieter Görlitz dabei. Ziel war es, dass wir uns über den aktuellen Stand der Deggendorfer Buslinien und ihre Akzeptanz bei der Bevölkerungen ein Bild aus erster Hand machen wollten. Mit dabei auch meine Frau Sigrid und mein Sohn Korbinian, die abwechselnd die Stellung am Oberen Stadtplatz hielten und auch bisweilen im Bus mitfuhren.
‘Näher am Menschen’
Das CSU-Motto ‘näher am Menschen’ kann nur dadurch realisiert werden, dass man mit den Bürgerinnen und Bürgern im direkten Gespräch ist. Dazu gab es dann reichlich Gelegenheiten insbesondere auf den am besten angenommenen Linien 2+3 (Rörerstr. und Mietraching), da diese Linien den Bereich bis zur Kleinsiedlung und zum Schedlhof im Halbstundentakt bedienen. Entsprechend die sehr positive Resonanz. Diese Situation ist aber einmalig in Deggendorf. Auch die Linien mit wenigstens Stundentakt in die Hirzau (4) und Kohlberg-Himmelreich (5) sowie Krankenhaus (6) sind gut genutzt, teilweise auch noch die Linie in die Deggenau. Dort wurde allerdings bedauert, dass man zwar um 15:41 noch in die Stadt fahren kann, dann aber mit dem Stadtbus nicht mehr zurückkommt.
Anregungen der Bürgerinnen und Bürger
Die Bürgerinnen und Bürger nahmen das Gesprächsangebot gerne an und brachten einige gute Anregungen vor. Z.B.: Viele Monatskartenbesitzer wünschten sich, dass es auch nach 18:00, am Samstag und am Sonntag ein Busangebote geben sollte. In den an sich schön und landschaftlich passenden Holzwartehäuschen sollten an der Seite jeweils Fenster sein, damit bei schlechter Witterung innen wartende Fahrgäste von der Fahrern auch gesehen werden. Auch sollten weitere Haltestellen mit Wartehäuschen oder wenigstens Sitzbänken ausgestattet werden.
Anschlussbus per Funk
Mit ein paar Ausnahmen war man mit der Pünktlichkeit der Busse zufrieden. Auf der Tour gab es am Freitag eine einzige Linie, die Verspätung hatte. Ich wollte nach meiner Fahrt mit der Linie 3 Rörerstr. zurück zum Stadtplatz und dann mit der Linie 6 nach Scheuring-Krankenhaus fahren. Als es sich abzeichnete, dass es knapp werden würde informierte ich den Busfahrer darüber. Sofort bat er per Funk seinen Kollegen, der gerade am Stadtplatz fahrplanmäßig abfahren wollten, noch die notwendige eine Minute zu warten, damit ich umgesteigen konnte. Ein sehr guter Service des Teams von der Fa. Artmeier.
Die Gründe für Verspätungen sind unter anderem, dass alle Linien in Deggendorf im Rundverkehr betrieben werden, es also keine Endhaltestelle gibt mit einer Pause, die dann dazu dienen könnte eine Verspätung aufzufangen. Ein anderes Ärgernis ist aber das folgende und das konnten Dieter Görlitz und ich gleich mehrfach beobachten: Autofahrer halten und parken an Bushaltestellen und in engen Straßenabschnitten so, dass es für den Bus schwierig und zeitaufwändig wird, daran vorbeizukommen.
Dem ÖPNV gehört die Zukunft
Ich glaube, dass mit dieser Aktion der ÖPNV in Deggendorf ins Gespräch gebracht werden konnte. Mittlerweile haben sich ja auch schon einige weitere Unterstützer dieses Themas öffentlich gemeldet. Auf der guter Ausgangsbasis eines Teils des derzeitigen Angebots kann man nun beginnen die einzelnen Verbesserungs- und Optimierungsideen weiter zu diskutieren und auf eine solide Entscheidungsbasis zu stellen. Dem ÖPNV gehört die Zukunft. Dafür werde ich mich einsetzen!
2 Antworten bis hierher ↓
Pannicke Rolf // 8 Januar, 2008 um 6:47
Sie sind ein echter Profi Herr Grabmeier. Da kann sich so ein Greenhorn, wie ich noch gern was abschaun. Ich frage mich nur was Sie und Ihre CSU-Stadtratsfraktion in den letzten Jahren getan hat, um die von Ihnen aufgezeigten Probleme zu beseitigen? Vielleicht waren Sie mit der heimlichen Planung vieler Stadthallen zu sehr beschäftigt, um die echten Sorgen der Menschen zu sehen. Daher mache ich mir ernsthaft Sorgen, dass nach der Wahl wieder alles schnell “vergessen” wird.
Dennoch wünsche ich Ihnen Erfolg, denn Sie sprechen die Themen wenigstens offen an.
jgrabmeier // 9 Januar, 2008 um 6:54
Es gibt doch immer wieder neue Probleme und Aspekte. Man muss auch alles was schon mal gut entschieden war von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand bringen. Polemik hilft hier nicht weiter, auch nicht ein Thema gegen ein anderes auszuspielen.
Die CSU hat gerade gestern eine Bestandsaufnahme durch Frau OBin Eder präsentiert – ich denke das steht morgen in den Zeitungen: Das Wahlprogramm von 2002 wurde komplett abgearbeitet. Also nicht mit “vergessen” oder so.